Alternativer Brennstoff lässt die Emissionen sinken

 

(djd). Die Technik im Heizungskeller der Familie Seidel in der niedersächsischen Gemeinde Wedemark bei Hannover ist runderneuert. Eine neue Heizung und ein neuer Heizöltank stehen jetzt dort. Und sogar die Tankfüllung als alternativer Brennstoff ist etwas Besonderes. Denn das klassische Heizöl wurde mit einem treibhausgasreduzierten flüssigen Energieträger aus Reststoffen kombiniert. So heizen die Seidels schon heute mit dem Brennstoff von morgen.

 

Alternativer Brennstoff wird geliefert
Gleicher Tankvorgang, neuer Brennstoff: Die sogenannten Future Fuels werden geliefert.
Foto: djd/IWO – Institut für Wärme und Mobilität

 

Klimaschonende Wärmeversorgung

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Vor etwa fünf Jahren hat die Familie das 1963 gebaute rund 160 Quadratmeter große Haus gekauft. Seitdem bringen sie es nach und nach auf einen modernen Stand und planen auch für die Zukunft weitere energetische Sanierungsmaßnahmen. Jetzt war die Heizung an der Reihe. Entschieden haben sich Carsten Seidel und seine Familie für eine effiziente Öl-Brennwertheizung. Auf diese Weise sparen sie mehrfach: Die neue Heizung vermindert den Brennstoffbedarf und damit Kosten und CO2-Emissionen. Die Future Fuels im ebenfalls modernisierten Tank reduzieren den CO2-Ausstoß um weitere 25 Prozent. Familie Seidel aus Niedersachsen hatte sich an der Pilotinitiative „future:fuels@work“ beteiligt. Sie wurde vom Institut für Wärme und Mobilität (IWO) gemeinsam mit führenden Heizgeräteherstellern ins Leben gerufen. Mehr Infos dazu gibt es unter www.zukunftsheizen.de/ffw**. „Die nahezu klimaneutrale Komponente des Brennstoffs wird aus biobasierten Reststoffen wie Altfetten oder Pflanzen- und Holzabfällen gewonnen“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Die Aktion will im praktischen Einsatz zeigen, wie eine klimaschonende Wärmeversorgung mit moderner Heizungstechnik und alternativen Brennstoffen möglich ist.

 

Alternativer Brennstoff
Der Heizungstausch geht innerhalb weniger Stunden über die Bühne.
Foto: djd/IWO – Institut für Wärme und Mobilität

 

Nach der Heizung sind Fassade, Fenster und Türen an der Reihe

Familie Seidel hat auf dem Vordach zudem bereits eine Photovoltaikanlage installiert, die mit 2,5 Kilowatt Spitzenleistung rund 2.500 Kilowattstunden grünen Strom pro Jahr produziert. Geplant ist eine Erweiterung der Anlage. Außerdem soll die Fassade des Hauses nachträglich gedämmt werden und der Austausch von veralteten Fenstern und der Eingangstür ist vorgesehen. So erneuert die Familie ihr Eigenheim nach und nach und verbessert den energetischen Stand stetig. „Die Energiewende setze ich an und in meinem eigenen Haus gern um“, erklärt Carsten Seidel. „Aber die Maßnahmen müssen für mich sinnvoll sein. Daher habe ich mich auch gleich für die Teilnahme an future:fuels@work beworben.“ Hauseigentümer, die ihre Heizung auf effiziente Öl-Brennwerttechnik umrüsten, können sich ebenfalls bewerben. Das Teilnahmeformular gibt es beim Heizungsbauer oder Mineralölhändler sowie über die Infohotline 06190-9263435.

 

Alternativer Brennstoff mit Solarunterstützung
Die Solarstromanlage auf dem Vordach des Hauses von Familie Seidel produziert rund 2.500 Kilowattstunden pro Jahr und soll perspektivisch erweitert werden
Foto: djd/IWO – Institut für Wärme und Mobilität

 

Alternativer Brennstoff für die Heizung von morgen

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Im Heizungskeller der Familie Seidel aus Niedersachsen stehen eine neue Heizung und ein neuer Heizöltank. Das klassische Heizöl wurde mit einem treibhausgasreduzierten flüssigen Energieträger aus Reststoffen kombiniert. Familie Seidel hatte sich an der Pilotinitiative „future:fuels@work“ beteiligt. Sie wurde vom Institut für Wärme und Mobilität (IWO) gemeinsam mit Heizgeräteherstellern ins Leben gerufen. Mehr Infos dazu gibt es auf www.zukunftsheizen.de/ffw**. „Die nahezu klimaneutrale Komponente des Brennstoffs wird aus biobasierten Reststoffen wie Altfetten oder Pflanzen- und Holzabfällen gewonnen“, so IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Die Aktion will die Möglichkeit einer klimaschonenden Wärmeversorgung mit moderner Heizungstechnik und alternativen Brennstoffen zeigen.

 

Alternativer Brennstoff
Die neue Heizung verringert den Brennstoffbedarf und deshalb Kosten und CO2-Emissionen. Die Future Fuels im ebenfalls modernisierten Tank reduzieren den CO2-Ausstoß um weitere 25 Prozent.
Foto: djd/IWO – Institut für Wärme und Mobilität