Fragen und Antworten zur Empfehlung des Umweltbundesamtes

 

(djd). Viele Menschen haben sich an den behaglichen Komfort natürlicher Wohlfühlwärme durch Holzfeuerstätten gewöhnt und wollen darauf nicht mehr verzichten. Moderne Holzfeuerstätten müssen strenge Feinstaub-Emissionsanforderungen erfüllen. Trotzdem sorgte nun eine Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA) für Aufregung und Verunsicherung bei Kaminofenbesitzern, wonach auf das Heizen mit Holz in Wohnräumen trotz moderner Technik möglichst ganz verzichtet werden sollte. Was hat es damit auf sich?

 

Empfehlung des Umweltbundesamtes zum Heizen mit Holz
Mit modernen Systemen, die alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen, fällt die Feinstaub- und Ökobilanz für das Heizen mit Holz insgesamt positiv aus.
Foto: djd/AdK/www.kachelofenwelt.de/Gutbrod

 

Warum rät das UBA zum Verzicht auf Holzfeuerstätten?

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Das UBA begründet seine Empfehlung damit, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weitaus strengere Luftgrenzwerte anlegt als etwa die Europäische Union (EU). Diese WHO-Grenzwerte würden laut UBA in Deutschland fast alle überschritten. Die Europäische Umweltagentur habe zudem errechnet, dass im Jahr 2019 in Deutschland 53.800 Menschen vorzeitig durch Feinstaubbelastung gestorben sind.

 

Empfehlung des Umweltbundesamtes zum Heizen mit Holz
Der natürliche Energieträger Holz spart große Mengen CO2 ein und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten.
Foto: djd/AdK/www.kachelofenwelt.de/Camina-Schmid

 

Was sagen die Branchenverbände zur Stellungnahme des UBA?

Branchenfachverbände wie der GesamtVerband OfenBau e.V. (GVOB) fordern eine differenziertere Bewertung moderner Holzfeuerstätten und signalisieren die Bereitschaft zum offenen, sachlichen Dialog. „Für die Klimaschutzziele und die Energiewende im Wärmesektor ist Holz als regionaler, regenerativer und CO2-neutraler Energieträger unverzichtbar“, so der Vorsitzende des GVOB-Vorstands, Robert Mülleneisen. Mit einem Anteil von 39,5 Prozent aller erneuerbaren Energien im Bereich Wärme sei die Holzfeuerung in privaten Haushalten mit großem Abstand die wichtigste erneuerbare Energie. Die Branchenexperten weisen darauf hin, dass auch nach den Daten des UBA Holzfeuerstätten im bundesweiten Gesamtvergleich nur zu einem geringen Teil zur Feinstaubbelastung beitragen, die Belastung durch den Verkehr ist höher.

 

Empfehlung des Umweltbundesamtes zum Heizen mit Holz
Dank innovativer Technik in Verbindung mit einem verantwortungsvollen Umgang kann man die Emissionen eines Holzfeuers auf ein Mindestmaß reduzieren.
Foto: djd/AdK/www.kachelofenwelt.de/Kaufmann Keramik

 

Was können und sollten Verbraucher tun?

Wer ein modernes System nutzt, das alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt, reduziert die Emissionen eines Holzfeuers auf ein Minimum. Weiteres Potenzial, um Staubemissionen aus Holzfeuerungen noch mehr zu senken, sehen Fachleute im Austausch veralteter, ineffizienter Gerätetechnik. Einen Infofilm zum Thema findet man auf www.kachelofenwelt.de**, auf der Website gibt es auch weitere Infos über moderne Holzfeuerstätten. Grundsätzlich ist der natürliche Energieträger Holz nachhaltig: Er spart große Mengen CO2 ein, verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten und hat nur kurze Transportwege, wenn das Holz aus heimischen Wäldern stammt, so der GVOB. Eine Holzfeuerstätte kann zudem eine ideale Ergänzung zu solarthermischen Anlagen oder Wärmepumpen sein.

 

Empfehlung des Umweltbundesamtes zum Heizen mit Holz
Auch in Zukunft sollten Verbraucher den Komfort natürlicher Wohlfühlwärme guten Gewissens genießen können.
Foto: djd/AdK/www.kachelofenwelt.de/Gutbrod

 

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Moderne Holzfeuerstätten erfüllen strenge Feinstaub-Emissionsanforderungen. Das größte Potenzial, um Emissionen weiter zu senken, sehen Fachleute im Austausch veralteter, ineffizienter Gerätetechnik. Für Verunsicherung bei Verbrauchern sorgte eine Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA), wonach auf das Heizen mit Holz verzichtet werden sollte. Das UBA begründet seine Empfehlung damit, dass die WHO weit strengere Luftgrenzwerte anlege als etwa die EU. Gegen diese Sichtweise wehren sich Branchenfachverbände wie der GesamtVerband OfenBau e.V. (GVOB). Für die Klimaschutzziele und die Energiewende im Wärmesektor sei Holz als regionaler, regenerativer und CO2-neutraler Energieträger unverzichtbar. Einen Infofilm und mehr zum Thema Holzfeuerstätten findet man auf www.kachelofenwelt.de**.