Verbraucherschützer fordern neue Förderprogramme für privates Wohneigentum

 

(djd). Fast 50 Millionen Tonnen CO2 sollen nach den Vorgaben der Bundesregierung bis 2030 im Gebäudesektor eingespart werden. Vor diesem Hintergrund weckt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Bauherren-Schutzbunds e.V. (BSB) Besorgnis: Mehr als die Hälfte der deutschen Eigenheimbesitzer weiß nicht, wie sie in ihrer Immobilie Energie sparen kann. „Die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor hängt von Millionen Einzelentscheidungen der selbstnutzenden Wohnungseigentümer ab“, sagt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Die Modernisierungsquote im Bestand müsste sich nach aktuellem Stand jedes Jahr verdoppeln. „Doch nur jeder fünfte private Immobilienbesitzer plant in der nächsten Legislaturperiode, sein Haus oder seine Wohnung zu modernisieren“, so Becker.

 

Grafik zur Modernisierungsquote
Um die Quote der energetischen Sanierungen zu steigern, ist laut Bauherren-Schutzbund e.V. noch viel Überzeugungsarbeit nötig.
Foto: djd/Bauherrenschutzbund

 

Attraktive Förderungen und mehr Informationen sollen Modernisierungsbereitschaft verbessern

*
Mit Blick auf die Forsa-Studie sieht Becker daher zusätzliche Modernisierungsmotivationen als dringend erforderlich an. Denn jeder Dritte glaubt nicht, dass sich die Kosten für Modernisierungsmaßnahmen überhaupt lohnen. Und rund 20 Prozent geben an, die aktuellen Programme seien nicht ausreichend und die Antragstellung zu kompliziert. Der BSB fordert daher eine attraktivere Förderpolitik und gezieltere Informationskampagnen. „Bei den Wohneigentümern ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten“, unterstreicht Becker. Mehr Infos sowie aktive Unterstützung für Bauherren und Modernisierungswillige gibt es unter www.bsb-ev.de** auf der Website des Vereins.

 

Modernisierungsquote in Deutschland
Viele alte Bestandsbauten in Deutschland könnten durch energetische Modernisierungen das Klima schonen. Doch die Modernisierungsquote ist noch immer zu niedrig.
Foto: djd/Bauherrenschutzbund

 

Fördermodell mit Vorher-Nachher-Vergleich im Energieausweis

Florian Becker plädiert für die Einführung eines neuen Fördermodells in Form eines Bauklimageldes für Modernisierungsmaßnahmen, die nachweislich bei einem Vorher-Nachher-Vergleich des Energieausweises CO2 einsparen. Das habe zwei Vorteile. Zum einen führt die Erfassung des Gebäudezustands vorher dem Eigentümer die Modernisierungsnotwendigkeit vor Augen. Zum anderen unterstützt ein Direktzuschuss den Immobilienbesitzer unbürokratisch und unmittelbar bei der Finanzierung. „Die Förderpolitik der kommenden Bundesregierung muss bei allen Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit für die Eigentümer berücksichtigen. Nur mit der Bezahlbarkeit der Baumaßnahmen und einer besseren Mobilisierung sind die Klimaschutzziele im Gebäudesektor erreichbar“, so der Verbraucherschützer.

 

Grafik zur Modernisierungsquote
Viele Wohneigentümer unterschätzen laut aktueller Forsa-Umfrage die Energiesparpotenziale von Immobilien.
Foto: djd/Bauherrenschutzbund

 

Die Modernisierungsquote in Deutschland muss steigen

*
Fast 50 Millionen Tonnen CO2 sollen nach den Vorgaben der Bundesregierung bis 2030 im Gebäudesektor eingespart werden. Vor diesem Hintergrund weckt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) Besorgnis: Mehr als die Hälfte der deutschen Eigenheimbesitzer weiß nicht, wie sie in ihrer Immobilie Energie sparen kann. „Die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor hängt von Millionen Einzelentscheidungen der selbstnutzenden Wohnungseigentümer ab“, sagt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Er plädiert für die Einführung eines neuen Fördermodells in Form eines Bauklimageldes mit Vorher-Nachher-Vergleich des Energieausweises. Unter www.bsb-ev.de** gibt es viele Infos und praktische Hilfestellungen für Wohneigentümer.

 

Grafik zur Modernisierungsquote
Ein großer Teil der Haus- und Wohnungsbesitzer ist nur unzureichend über den Energiebedarf der eigenen Immobilie im Bilde.
Foto: djd/Bauherrenschutzbund