Baumängel bei Modernisierungen im Bestand vermeiden

 

(djd). Für die Renovierung oder Modernisierung eines älteren Einfamilienhauses kann es viele Gründe geben. Sie reichen von der energetischen Ertüchtigung über den Erhalt der Bausubstanz bis zu Eigentümerwünschen nach mehr Wohnkomfort oder einer altersangepassten Nutzung. Zudem haben Hausbesitzer nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten – das besagt schon der Artikel 14 des Grundgesetzes. So ist der Eigentümer dafür verantwortlich, dass auf seinem Grundstück oder in der Nähe keine Personen zu Schaden kommen können. Auch öffentlich-rechtliche Pflichten gegenüber dem Allgemeinwohl sind zu nennen, etwa zur Erreichung der vorgegebenen Klimaziele. Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen laufen nicht immer so reibungslos, wie man es sich wünscht. Das zeigt eine aktuelle Studie des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Sie wurde von dem Verbraucherschutzverein gemeinsam mit dem Institut für Bauforschung erarbeitet. Tipps zum Sanieren:

 

 

Altbau sanieren
Beim Sanieren von älteren Ein- und Zweifamilienhäusern sind eine gründliche Voruntersuchung und eine detaillierte Planung sehr zu empfehlen.
Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

 

Detaillierte Untersuchungen sind im Altbau ein wichtiger Teil der Planung

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Die Kurzstudie beleuchtet „die 10 häufigsten Mängel bei Ein- und Zweifamilienhäusern im Bestand“, so der Titel. Sie stellt einerseits fest, dass sich die Bauqualität in Deutschland im internationalen Vergleich auf technisch und ökologisch hohem Niveau bewegt. Andererseits machen steigende Anforderungen an Gebäude die Planung, den Bau und die Sanierung anspruchsvoller und fehleranfälliger. Bei Arbeiten im Bestand sind die vorhandene Bausubstanz und die örtlichen Gegebenheiten zu beachten. Detaillierte Voruntersuchungen sind daher ein wichtiger Bestandteil der Planung. Einen guten Ausgangspunkt für Maßnahmen im Altbau bietet eine Modernisierungsberatung, die etwa der BSB für Hauskäufer und Hauseigentümer anbietet. Informationen und Ratgeber für Bauherren und Modernisierer sind unter www.bsb-ev.de** zu finden. Im Rahmen der Beratung führt ein unabhängiger Sachverständiger eine Bestandsaufnahme der Immobilie durch, erstellt ein abgestimmtes Maßnahmenpaket und gibt eine grobe Übersicht über die zu erwartenden Kosten.

 

Qualitätskontrollen für mehr Sicherheit

Unabhängiger Rat ist auch während der Durchführung der Maßnahmen empfehlenswert. Im Rahmen einer baubegleitenden Qualitätskontrolle nimmt ein Bauherrenberater die Gewerke während der Bauphase genau unter die Lupe. Mängel lassen sich dadurch frühzeitig feststellen und nachbessern, die Gefahr späterer Schäden durch nicht erkannte Fehler sinkt deutlich. Zudem achtet der Berater darauf, dass Material und Ausführung der vertraglich vereinbarten Qualität entsprechen und begleitet den Hausbesitzer bei der Endabnahme.

 

Altbau sanieren
Im Rahmen einer baubegleitenden Qualitätskontrolle können unabhängige Sachverständige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Altbau kontrollieren, um Baumängel zu verhindern.
Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

 

Nicht kopflos mit dem Sanieren beginnen

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Die Gründe für die Renovierung oder Modernisierung älterer Gebäude reichen von der energetischen Ertüchtigung über den Erhalt der Bausubstanz bis zu einer altersangepassten Nutzung. Zudem haben Hausbesitzer nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten wie die Verkehrssicherung auf dem Grundstück oder öffentlich-rechtliche Verantwortungen, etwa zur Erreichung vorgegebener Klimaziele. Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen laufen nicht immer so reibungslos, wie man es sich wünscht. Das zeigt eine aktuelle Studie des Bauherren-Schutzbunds e.V. (BSB). Der Verbraucherschutzverein rät daher zu einer Modernisierungsberatung vor Beginn baulicher Maßnahmen und zu baubegleitenden Qualitätskontrollen während der Durchführung. Unter www.bsb-ev.de** gibt es dazu Infos und Adressen.