Studie zeigt Bedeutung von Qualitätskontrollen auch im Mehrfamilienhaus

 

(djd). Den Traum von den eigenen vier Wänden hegen viele Menschen, die noch zur Miete wohnen. Es muss aber nicht immer das Eigenheim mit Garten sein. Gerade in Ballungsgebieten, in denen Grund und Boden rar und teuer sind, ist eine Eigentumswohnung oft der bessere Weg zum Immobilienbesitz. Wer Wohnraum in einem neu gebauten Mehrfamilienhaus erwirbt, tritt in aller Regel nicht als Bauherr, sondern als Käufer auf. Was auf Anhieb nach weniger Verantwortung für den Bauablauf klingt, kann aber auch Tücken haben, berichtet der Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB). Denn ähnlich wie Bauherren im Eigenheim müssen Wohnungskäufer ebenfalls darauf achten, dass sie für ihr gutes Geld die vereinbarte Leistung in mängelfreiem Zustand erhalten.

 

Eigentumswohnung im Bau
Bei der Errichtung von Mehrfamilienhäusern kann es, ähnlich wie beim Eigenheim, zu Baumängeln kommen. Es lohnt sich für die künftigen Besitzer der Eigentumswohnung, in der Bauphase genauer hinzusehen.
Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

 

Komplexere Anforderungen ans Bauen führen zu mehr Mängeln

*
In einer Kurzstudie hat der BSB zusammen mit dem Institut für Bauforschung e.V. (IFB) „die 10 häufigsten Mängel bei Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern“ unter die Lupe genommen. Eine Zunahme an Mängeln im Vergleich zu vorangegangenen Studien wurde in Bereichen und Gewerken festgestellt, deren Planung und Ausführung durch steigende Anforderungen an Energieeffizienz oder Sicherheit an Komplexität zugenommen haben. Dazu zählen Fenster und Türen, die Dämmung, Schallschutz und Brandschutz oder technische Anlagen. Verbessert haben sich andere Bereiche etwa im Rohbau, die aber noch immer eine vergleichsweise hohe Anzahl an Mängeln aufweisen. Unter www.bsb-ev.de** steht die gesamte Studie zum Download bereit, dort gibt es zudem weitergehende Infos und Beratungsadressen.

 

Eigentumswohnung im Bau
Wohneigentum in einem neuen Mehrfamilienhaus ist nicht nur in städtischen Ballungsgebieten eine Alternative zum Bau eines Einzelhauses.
Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

 

Unabhängige Baubegleitung ist auch für Eigentümergemeinschaften sinnvoll

Da Eigentumswohnungen in vielen Fällen von einem Bauträger erstellt werden, haben die künftigen Besitzer oftmals kaum Möglichkeiten, Qualität und Mängelfreiheit direkt zu überprüfen. Es empfiehlt sich daher, unabhängige Sachverständige wie die Bauherrenberater des BSB zur Unterstützung einzubinden. Sie können eine zusätzliche Kontrollinstanz bilden, damit mögliche Mängel – nicht nur in der eigenen Wohnung, sondern auch im Gemeinschaftseigentum – frühzeitig erkannt und rechtzeitig beseitigt werden können.

 

Eigentumswohnung im Bau
Die hohen Anforderungen führen in Mehrfamilienhäusern zu höheren Mängelquoten.
Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

 

Eigentumswohnung mängelfrei übernehmen

*
Den Traum von den eigenen vier Wänden hegen viele Menschen, die noch zur Miete wohnen. Es muss aber nicht immer das Eigenheim mit Garten sein. Gerade in Ballungsgebieten, in denen Grund und Boden rar und teuer sind, sind Eigentumswohnungen oft der bessere Weg zum Immobilienbesitz. Wer Wohnraum in einem neu gebauten Mehrfamilienhaus erwirbt, sollte auch hier darauf achten, dass er ein vertragsgemäßes und mängelfreies Werk bekommt. So zeigt eine aktuelle Kurzstudie des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), wo es bei Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern am häufigsten zu Mängeln kommt. Wie sich Käufer und Eigentümergemeinschaften absichern können und wo sie sachverständige Hilfe finden, dazu gibt es unter www.bsb-ev.de** mehr Informationen.